Der deutsche Wald kann mehr als rauschen

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Gesundheit und Fitness

Kapitel in: Gesundheit und Fitness

Im Waldlaufschritt

Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit - meinte Schopenhauer. Und schon in einer Stunde pro Woche kann man viel tun, um sich diese neun Zehntel Glück zu erhalten. Man braucht nur durch den Wald zu laufen. Allerdings nicht blindlings, sondern wohlüberlegt. Denn, jede körperliche Übung sollte im Kopf beginnen. Und Verstand schadet auch der Gesundheit nicht.Gesundheit und Fitness

Wandern im Wald
Das Wandern empfiehlt sich für die Gesundheit - vor allem, wenn es durch bergiges Land geht. Wichtig ist, dass man Steigungen so zügig nimmt, dass dadurch ein Trainingseffekt eintritt und man abwärts vorsichtig ist.

Fitness zeigt sich im Wohlbefinden, das sich einzustellen pflegt, wenn man sich gesund fühlt und mit seiner Leistung zufrieden sein kann. Um dieses Wohlbefinden zu erreichen, sind keine sportlichen Rekordtaten nötig, keine Bestzeiten oder Spitzenleistungen; aber ganz ohne Sport geht es nicht. Sich fit zu halten bedeutet, nicht nur ab und zu, sondern regelmäßig jenen Ausgleich zwischen körperlicher und geistiger Aktivität herzustellen, bei dem man sich wohl fühlt.

Um es mit einem Modeausdruck zu sagen: der Wald ist das beste Fitness-Center, das sich denken lässt. Denn: gibt es einen angenehmeren, schöneren Sportplatz als den Wald? Zwar eignet er sich weniger fürs Kugelstoßen, für Hürdenlauf oder Tennis, aber viele Hochleistungssportler benutzen ihn seit je zum Konditionstraining. Auch wer Sport nur treiben will, um Bewegung zu haben und gesund zu bleiben, findet dafür nicht leicht ein besseres Umfeld als den Wald.

Das hat mehrere Gründe - medizinische wie psychologische. Erstens ist da die berühmte Waldluft: Bäume sind Sauerstofflieferanten; der Sauerstoffgehalt der Luft ist daher im Wald besonders hoch. So wird unser Organismus auch dann, wenn wir »schwach auf der Lunge« sind oder unsere Atemtechnik mangelhaft ist, gemeinhin ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Der Sauerstoff, der von den Pflanzen und Bäumen produziert wird, hat übrigens mit der so gern zitierten »ozonreichen Luft« nichts zu tun. Ozon, das bei elektrischen Entladungen oder unter der Einwirkung ultravioletter Strahlen aus dem Sauerstoff der Luft entsteht, ist eine Sonderform des Sauerstoffs. Ozon ist nicht gesund, sondern wirkt selbst auf Pflanzen giftig, weil es deren Zellmembranen ebenso wie die für die Photosynthese wichtigen Chloroplasten in den Blättern und Nadeln zerstört. Beim Menschen reizt es die Atmungsorgane. Waldluft enthält glücklicherweise nicht mehr Ozon als jede andere Luft im Freien.

Ein weiterer Vorzug der Waldluft ist ihr meist hoher Feuchtigkeitsgehalt: eine Erholung also für die von trockener Stadt- und Büroluft strapazierten Schleimhäute.

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