Der deutsche Wald kann mehr als rauschen

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Schleswig-Holstein und nördliches Niedersachsen

Kapitel in: Schleswig-Holstein und nördliches Niedersachsen

Wälder im Land zwischen den Meeren

Wo die Nordseewellen wogen und die Stürme toben, haben Wälder wenig Chancen. Im Landesinneren und weiter im Süden gibt es aber auch im Norden Deutschlands Wälder.Wandern - Schleswig-Holstein und nördliches Niedersachsen

Ostsee - KielAn der Ostsee bei Kiel.

Schleswig-Holstein ist jedoch das waldärmste Land der Bundesrepublik Deutschland. Während im Bundesdurchschnitt 29 Prozent der Flächen von Wald bedeckt sind, hat Schleswig-Holstein nur einen Waldanteil von 9 Prozent, das nördliche Niedersachsen von 10 Prozent. Je weiter man zur Nordsee kommt, desto spärlicher werden die Wälder. Das liegt sowohl an den klimatischen Verhältnissen als auch am Untergrund: Die Marschböden in der Nähe der Nordsee, die aus Meeresschlamm bestehen und erst in jüngster erdgeschichtlicher Zeit über den Wasserspiegel emporwuchsen, bieten Wäldern keine guten Standortbedingungen. Hinzu kommt der beständig wehende steife Wind, der ungehindert vom Meer über das Land fegt und das Hochkommen von Bäumen behindert. Erst etwas weiter im Landesinneren gibt es da und dort kleine Waldungen.

Schulensee bei KielSchulensee bei Kiel.

Das östliche Hügelland Schleswig-Holsteins hingegen, das aus dem Moränenschutt der jüngsten, der sogenannten Weichsel-Eiszeit entstand, bietet Wäldern recht passable Wachstumsbedingungen. Dort erstrecken sich die größten Waldflächen des Landes, die nach Süden hin zunehmend dichter werden.

Holstentor - Lübeck»Königin der Hanse« nannte sich Lübeck einst. Das bekannteste Baudenkmal der Stadt ist das Holstentor.

Auch systematisches Roden hat - zu aller klimatisch-geologischen Unbill - die Waldfläche Schleswig-Holsteins im Laufe der Jahrhunderte ständig verringert. Erst seit mehr als hundert Jahren wird eine geregelte Forstwirtschaft betrieben, die im Zusammenwirken mit dem 1871 gegründeten Heidekulturverein auf den nährstoffarmen Böden viele neue Wälder entstehen ließ: Aufforstungsmuster, welche auch heute noch beispielhaft wirken! Seit 1950 wurden in den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen etwa 15 000 Hektar geringwertiger Sandböden neu bewaldet.

Während sich im mittleren und nördlichen Teil Schleswig-Holsteins vor allem Nadelgehölze mit Fichten, Tannen und Douglasien behaupten, sind die Wälder im Osten und Süden größtenteils Laubbaumbestände.

Die bekanntesten Wälder Schleswig-Holsteins sind der Segeberger Forst - ein Staatsforst - sowie der Sachsenwald, auch er in öffentlicher Hand. Aber auch das nördliche Niedersachsen bietet interessante Wälder.

Plön
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