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Holzkauf

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Oft wird das Holz direkt im Wald versteigert

Die starke Brennholznachfrage hat dazu geführt, dass die Auktionen besser als je besucht werden. Auch das Publikum hat sich geändert. Während vor wenigen Jahren noch vorwiegend die bäuerlichen Einwohner Interesse am Holzkauf zeigten, sind heute alle Berufs- und Bevölkerungsschichten vertreten. Oft reicht das Nebenzimmer im Gasthaus nicht mehr aus, um den Andrang aufzunehmen. Der Wirt hat alle Hände voll zu tun. Wald

Die Zeichen an den Stämmen besagen, dass das Schichtholz im Wald verkauft ist und wem es gehört. Das muss der Förster wissen - und der Fuhrunternehmer.

Aus diesem Grund werden Holzversteigerungen immer häufiger direkt im Wald veranstaltet - bei einer Forsthütte oder an einem Waldparkplatz.

Auktionator ist meist ein Forstbeamter. Die ersten Gebote werden oft noch in aller Ruhe und Gelassenheit gemacht - es kommt ja noch einiges nach. Doch erhält man schon jetzt recht gute Anhaltspunkte, was das Preisniveau betrifft. An der Zahl der Interessenten und der ausgeschriebenen Lose, an der Schnelligkeit des Ablaufs von Gebot und Gegengebot können Sie rasch erkennen, welche Preisentwicklung im Lauf der Versteigerung zu erwarten sein wird.

Immer wieder geschieht es, dass Neulinge zu zaghaft bieten oder zu lange mit ihrem Gegengebot warten. So ist es schon manchem passiert, dass er beim Preiskampf um das letzte Drittel der angebotenen Lose überdurchschnittlich viel bezahlen musste, weil zum Schluss jeder noch zu seinem Holz kommen wollte.

Wo keine Versteigerung anberaumt ist, können Sie sich beim Waldbesitzer oder Revierförster um ein Waldstück bewerben, in dem Bäume gefällt wurden und nun der Rest - auch die dicken Äste - abgeräumt werden muss. Sie hacken oder sägen das Holz klein, setzen es am Rande auf oder laden es ins Fahrzeug. Der Förster berechnet die Gebühr für das Holz nach der zugewiesenen Fläche oder dem aufbereiteten Holz, wobei er zur Auflage macht, auf einer Schlagfläche alles so aufzuräumen, dass die Waldarbeiter anschließend neuen Wald pflanzen können. In sogenannten Naturverjüngungen muss die Fläche so hinterlassen werden, dass die jungen, natürlich sprießenden Pflanzen durchwachsen können.

Ist die Abfuhrmöglichkeit schlecht und viel Nadelholz im Schlag, so bekommen Sie das Holz recht billig. Bequeme Abfuhr, stärkeres Abfallholz und besser heizendes Laubholz sind teurer.

Diese aufgemalten Zahlen haben mit dem Holzeinschlag nichts zu tun. Hier werden einzelne Bäume über längere Zeiträume in ihrer Entwicklung beobachtet - auch im Zusammenhang mit den Waldschäden.

Es kann auch sein, dass der Förster Sie in Dickungen und Stangenholzbestände einweist, wo Sie die Bäume umsägen dürfen, die zum besseren Weiterwachsen der übrigbleibenden Stämme entfernt werden sollen. Dieses Holz muss vom Forstmann bezeichnet sein. Umsägen von Stämmen im Bestand, also im stehenden Wald, zumal an Hängen, ist allerdings schon Holzhauerarbeit: schwer und gefahrvoll. Und wenn Sie Ihr Holz gekauft oder ersteigert - und meist gleich bar bezahlt


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