Der deutsche Wald kann mehr als rauschen

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Insekten

Kapitel in: Insekten

Jetzt findet man Nashornkäfer auch im Sägemehl

NashornkäferNashornkäfer-Paar, rechts das Männchen.

Auch die Larven der Nashornkäfer leben von abgestorbenen Baumteilen. Und - auch diese Käfer haben als eigentlichen Lebensraum den Eichenwald, und auch sie sind geschützt. Früher fand man ihre Engerlinge oft in den Eichenlohehaufen der Gerbereien. Es wurde aber festgestellt, dass sich die Nashornkäfer - in Ermangelung geeigneter Entwicklungsräume - auf Mist- und Sägemehlhaufen umzustellen verstanden. Dank dieser Anpassungsleistung sind sie inzwischen gebietsweise wieder etwas häufiger zu finden. Im Mai beginnt ihre Flugzeit; als Nahrung dienen austretende Säfte von Laubbäumen, speziell von Eichen. Insekten

MaikäferMaikäfer

Der Puppenräuber ist ein prächtig grün oder kupfrigbraun schillernder Laufkäfer. Er macht seinem Namen alle Ehre: im Hochsommer jagen die gefräßigen Tiere im Sonnenschein nach Raupen von Schmetterlingen und Blattwespen. Sogar Maikäfer, heißt es, werden von ihnen nicht verschont. Puppenräuber können im Gegensatz zu vielen anderen Laufkäfern fliegen.

Schon Mitte August verkriechen sich die Käfer zur Winterruhe, um neun Monate später wieder zu erscheinen. Puppenräuber leben zwei bis drei Jahre. Die Eier legen sie in kleinen Erdhöhlen ab. Die geschlüpfte Larve kriecht die Baumstämme empor, bis in die obersten Wipfel; dort dringt sie besonders gern in die Gespinste von Schmetterlingsraupen ein (zum Beispiel in die des Prozessionsspinners) und frisst sie. Nach ein bis zwei Monaten kriecht die Larve wieder stammabwärts und verpuppt sich während der Wintermonate in der Erde.

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