Der deutsche Wald kann mehr als rauschen

« « Startseite | « Welt der Pflanzen Welt der Pflanzen


Laubbäume

Kapitel in: Laubbäume

Die Zitterpappel

Zitterpappel mit Samen - Bildquelle: Ernst Klett VerlagZitterpappel mit SamenZitterpappel

Die Zitterpappel oder Espe, auf dem asiatischen wie auf dem europäischen Kontinent weitverbreitet, ist von allen in Mitteleuropa vorkommenden Pappelarten der einzige Waldbaum. Da sie anspruchslos ist, tritt sie auf Kahlflächen als einer der ersten Wiederbesiedler, als Pionierpflanze auf. Ihr Stamm, welcher fast 30 Meter hoch aufragen kann, schimmert weißgrau.

Die Zitterpappel blüht bereits ab Anfang März. Dabei zeigen einige Exemplare 5 bis 10 Zentimeter lange, graubehaarte männliche Staubkätzchen und andere 10 bis 13 Zentimeter lange, ebenfalls graubehaarte weibliche Stempelblütenkätzchen. Die Zitterpappel ist also zweihäusig - wie alle Pappelarten. Bereits im Mai fallen die sehr kleinen, schwarzbraunen Samen aus den zweiklappigen, schwarzbraunen Samen und werden dann vom Wind weithin verweht.

Silberpappel - Bildquelle: Ernst Klett VerlagSilberpappel

Zwischen Blüte und Fruchtreife, im April und im Mai, belaubt sich die Zitterpappel mit fast kreisrunden Blättern, die am Rand schwach gebuchtet und gezähnt sind. Da der seitlich zusammengedrückte Blattstiel ziemlich lang ist, zittert das Laub schon bei der geringsten Luftbewegung - "er zittert wie Espenlaub", sagt eine Redensart. Aus Stümpfen und Wurzeln der Zitterpappel treiben oft Schösslinge, die ganz anders gestaltete Blätter hervorbringen.

Schwarzpappel - Bildquelle: Ernst Klett VerlagSchwarzpappel

Bekannter, wenn auch keineswegs zu den Waldbäumen Mitteleuropas gehörend, sind zwei andere Pappelarten. Die Schwarzpappel findet sich vereinzelt in Flussauen; und eine besondere Wuchsform - die säulenförmige Pyramidenpappel - wird in Parks und an Straßensäumen gepflanzt. Die Silberpappel bildet vereinzelt kleine Gehölze, wird aber meist zum Winterschutz in langen Reihen oder als Zierbaum angepflanzt, dies besonders ihres leuchtendweißen Stammes und der silbergrauen Blätter wegen.

Weiter: Die Esche »

« Zurück: Die Salweide
Bei Amazon

© 1986 by PhiloPhax & Lauftext

Reise Rat - Neckarkiesel - SCHWARZWALD.NET
Bei Amazon